Lange nicht gesehen, Besucher.

Läuft es gut? Bei mir ist alles konstant geblieben. Vom schulischen bis ins Private. Alles gleich, alles monoton…
Hm… Ich glaube ich habe hierbei etwas gelogen. Gestern habe ich meinen  Geburtstag “nachgeholt”. Nachgeholt, weil ich dieses Jahr gar nicht so alt geworden bin, sondern einen anderen Geburtstag eben nachgeholt habe. Es war sehr schön. Das war das Einzige, dass nicht monoton war, weil ich so etwas nicht jeden Tag mache. Geschweigeden; jedes Jahr. Aber sonst ist es gleich geblieben.

Abschied. Ist das dasselbe wie Lebwohl oder Aufwiedersehen oder Bis dann oder sonst für Wörter dafür? Meint das Wort immer dasselbe?
Mir ist aufgefallen, dass ich mich noch nie richtig oder wirklich verabschiedet habe. Nicht beim Umzug, nicht bei den Eltern väterlicher Seits. Auch nicht am 16.März’10; ein sehr wichtiger Tag. Nicht nach der vierten Klasse Volksschule, bei meiner einzigen Freundin. Sie hat mir übrigens gezeigt wie man skatet. Ich habe sie seither nur einmal gesehen, aber sie mich nicht, weil ich in der Straßenbahn war. Immer wenn ich bei dieser Station bin, hoffe ich sie zu sehen.
Als ich die Schule wechselte, habe ich mich auch nicht verabschiedet, aber sie wussten, dass ich gehe und haben sich auch bei mir nicht verabschiedet.
Ich habe gemerkt, dass abschiednehmen mich nervös macht, und dass es immer plötzlich ist. Es ist sehr oft sehr schwer und bei Lehrkräften tu ich mir auch oft sehr schwer. Überhaupt wenn sie mir in die Augen schauen, dann haben sie so eine Art,….. Erwartung. Vor Ostern hat mein Professor für P. mir in die Augen geschaut und dabei gelächelt. Ich wusste nicht, was zu tun ist und murmelte: Guten Tag, und bin gleichdarauf weggegangen. Bei meiner Geburtstagsfeier, Gestern, wusste ich auch nicht, wie ich mich verabschieden soll. Es waren großteils Mädchen anwesend und sie küssen einander die Wangen beim Abschied, aber ich habe nichts am Hut damit. Heute Morgen, habe ich gehört, dass meine Großmutter krank ist, und ich kenne sie nicht einmal. Sie lebt aber nicht im selben Land. Ich habe mir vorgenommer sie im Sommer zubesuchen. Schließlich ist sie die Mutter meiner Mutter.

Ich glaube, ich mag es nicht abschiedzunehmen, und trotzdem muss ich es jeden Tag machen. Sei es am Telephon, auf der Straße, zu Hause, wenn ich meine alten Sachen wegwerfe, … sogar hier, wenn ich meinen Artikel zu ende geschrieben habe.

einen gute Nacht wünscht Rhingorn.
25.April 2010-21:41

PS.: Es gibt noch mehr Situationen, aber um die zu schilder, würde zu viel Zeit brauchen.